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Ein Rückblick

30er Jahre:

Siedlungsbeginn im südlichen Bereich der Bahnhofstraße. Damals war die Straße, wie üblich, mit Schotter befestigt und sollte lediglich den Quellverkehr aus den umliegenden Wohngebieten aufnehmen.

50er Jahre:

Eine erste Asphaltdecke wurde aufgetragen und die Anwesen an den Kanal angeschlossen, natürlich alles für die Anwohner auch damals gebührenpflichtig.

80er Jahre:

In Vorbereitung des Bau- und Gewerbegebietes Unterasbach Richtung Oberweihersbuch wurde eine Kanalerweiterung in der Bahnhofstraße vorgenommen.

Anfang 1985 kam die Idee der Westumgehung entlang des Hainbergs auf, die für Oberasbach eine Entlastung vom Durchgangsverkehr gebracht hätte.

Zeitgleich entstanden folgende Planungen:

  • Ausbau der Unterasbacher Bahnunterführung der Bahnlinie Ansbach – Nürnberg
  • Verkehrsführung der Bahnhofstraße quer über die erhardschen Äcker (heute Neubaugebiet)

Als sich immer mehr abzeichnete, daß der Ausbau der Unterführung und die Begradigung des Verkehrsweges eine Ersasatzlösung für eine Westumgehung sein wird bildete sich in Oberasbach eine Bürgerinitiative„Kein verstärtkter Durchgangsverkehrr in Wohngebieten“.

Mehr als 900 Unterschriften wurden gesammelt und der Stadt übergeben, um der Forderung der Bürgerinitiative Nachdruck zu geben, keine Ersatz -Westumgehung zu schaffen.. Trotz aller Bedenken der Bürger wurde die Unterführung ausgebaut. Die Folge war für die Oberasbacher an der Verkehrsachse Oberweihersbucher Straße- Bahnhofstraße – Hainbergstraße - Nürnberger Straße deutlich spürbar: Mehr Verkehrsbelastung, auch im Schwerlastverkehr.

90er Jahre:

Leider wurde es vom CSU-Stadtrat abgelehnt, die Umgehungsstraße West entlang des Hainbergs zu bauen, was jetzt eigentlich die Optimallösung für Altenberg, Kreutles und Unterasbach gewesen wäre. Heute gehört dieses Areal der Deutschen Bundesstifung Umwelt. Es ist als Naturschutzgebiet deklariert und deshalb unantastbar.

2000er Jahre bis heute:

Der Ausbau des nördlichen Teils der Bahnhofstraße erfolgt, dazu gehören Entschärfung der S -Kurven und Verbreiterung der Fahrbahn, sodass auch große LKWs problemlos durchfahren können. Schon hier war eine deutliche Zunahme des Verkehrs, vor allem des Schwerlastverkehrs, bemerkbar. Trotz Gewichtsbeschränkung auf der Ortsverbindungsstraße Oberweihersbuch – Unterasbach halten sich LKW-Fahrer nur bedingt an dieses Verbot.

Ein weiterer deutlicher Zuwachs der Verkehrsbelastung ergab sich durch den Umbau der B14 in Stein. Da zeitweise die Rednitzbrücke wochenlang komplett gesperrt war und auch die Ortsdurchfahrt Stein durch den zweijährigen Baustellenbetrieb nicht zur Verfügung stand, suchten sich viele Verkehrsteilnehmer eine Ausweichroute über die Bahnhofstraße, quer durch Oberasbach.

Mit dem Anschluss des Bahnhofes Unterasbach an das S-Bahnnetz und den damit verbundenen attraktiveren Fahrtakten wurde ein großer P+R-Platz notwendig. Auch dies zieht verstärkt Pendlerverkehr an.

Eine weitere Maßnahme, die mehr Verkehr nach Oberasbach brachte, war der Ausbau des Oberasbacher Weges (Ortsverbindung Oberweihersbuch – Unterasbach).

Als nächstes erfolgte die Optimierung der Ampelschaltung Kreuzung Rothenburger Straße/Nürnberger Straße, um mehr Kapazität für linksabbiegende Fahrzeuge in die Nürnberger Straße zu schaffen.

Aktuelle Situation:

Bisher führten alle Ausbaumaßnahmen auf der Verbindungsachse Oberweihersbucher Straße – Bahnhofstraße – Hainbergstraße – Nürnberger Straße zu einer Verkehrszunahme. Mittlerweile befahren 7.300 Kfz täglich die Bahnhofstraße und 11.750 Kfz die Hainbergstraße, wobei diese Fahrzeugzahlen 2012 kurz vor Beginn der bayerischen Sommerferien ermittelt wurden.

Ausblick:

  • Verlängerung der Linksabbiegerspur Rothenburger Straße – Nürnberger Straße im Gespräch
  • Erweiterung des P+R–Platzes am Bahnhof Unterasbach (bereits im Nov. 2013 ausgeführt)
  • Bau des Einkaufszentrums „Forum“ in Stein
  • Neubaugebiete für Wohnbau „Neue Mitte, Stein“
  • Sanierung der Fernabrücke mit Teilsperrung der Rothenburger Straße
  • Bau der Bahnunterführung am Oberasbacher Bahnhof
  • Ausbau der Ortsdurchfahrung Rehdorf?
  • Ausbau der Oberweihersbucher Straße? (Gehweg teilweise nur einseitig)
  • Ausbau der Straßenunterführung Bahnlinie Nürnberg Ansbach am Hundeabrichteplatz? im Gespräch

Angst der Bürger:

Die Bahnhofstraße wird immer wichtiger als Verbindungsstraße zwischen B14 und Rothenburger Straße (dies betrifft insbesondere auch alle Anwohner dieser Verbindungsachse in der Nürnberger , Hainberg-, Oberweihersbucher Straße). Bisher wurde bei jeder dieser aufgezählten Baumaßnahmen eine deutliche Verkehrszunahme spürbar.

Die Bürgerinitiative geht nach all den gemachten Erfahrungen davon aus, dass durch einen Ausbau der Bahnhofstraße mit Verbreiterung der Fahrbahn erneut eine weitere Steigerung des Verkehrsaufkommens erfolgt, da der Durchgangsverkehr geradezu angezogen würde. Auch muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Stadt Stein hohes Interesse haben dürfte, B 14 - Durchgangsverkehr auf die umliegenden Städte und Gemeinden zu verlagern. Vor allem, da das neue Forum Stein realisiert wird. Die Steiner Hauptstraße ist schon jetzt vollkommen überlastet. Wie soll hier Verkehr für das Einkaufszentrum Neues Forum aufgenommen werden? Das kann höchstwahrscheinlich nur funktionieren, wenn man bestehenden Verkehr abdrängt.

Besonders brisant auch für Anwohner anderer Ortsteile wäre die Fortführung einer anzunehmenden Ausbautaktik für weitere innerstädtische Durchgangsstraßen seitens der Stadt Oberasbach wie z.B. die Langenäckerstraße, Rehdorfer Straße, …

Fazit

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sich Kommunen landauf, landab darum kümmern, Verkehr aus den Orten herauszubekommen, nur in Oberasbach unternimmt man anscheinend vieles, um noch mehr Verkehr anzuziehen. Warum?